Freie Waldorfschule Trier

„Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen.“ Rudolf Steiner

SATZUNG für Arbeits- u. Förderkreis  Als PDF

I. Name und Sitz

  1. Der Verein führt den Namen „Arbeits- u. Förderkreis für Waldorfpädagogik e.V.“. Der Verein soll im Vereinsregister eingetragen werden.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Trier.

II. Zweck des Vereins

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung und Pflege zeitgemäßer Erziehung auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners. Er begründet und unterhält dazu eine Freie Schule mit Kindergarten und betrachtet deren Betrieb als Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe. Durch die geistige, rechtliche und wirtschaftliche Gestaltung dieser Einrichtung will er einen Beitrag zu einem freien, sich durch Selbstbestimmung und Selbstverwaltung ordnenden Bildungswesen leisten. Der Verein vertritt diese Einrichtungen rechtlich.
  2. Die vom Verein geschaffenen Einrichtungen sind jedermann zugänglich. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, bzw. mildtätige Wohlfahrtzwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“, der Abgabenordnung vom 1. Januar 1977. Weitere Aufgaben des Vereins ist die Beschaffung von Spendenmitteln gemäß § 58 Zi. 1 AO für wissenschaftliche Aufgaben und Forschungsaufgaben des Bundes der Freien Waldorfschulen oder ihm verbundener Einrichtungen, insbesondere für die Finanzierung der Lehrerbildung für Waldorfschulen. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

III. Verwendung der Einnahmen

  1. Mittel des Vereins dürfen für dessen satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten im Falle eines Ausscheidens oder der Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens.
  2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

IV. Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Schuljahr. Es beginnt am 1. August eines Jahres und endet am 31. Juli des darauffolgenden Jahres.

V. Mitgliedschaft

  1. Der Verein hat ordentliche (stimmberechtigte) und fördernde (nicht  stimmberechtigte)Mitglieder

  2.    Erwerb der Mitgliedschaft

3.    Die Mitgliedschaft endet durch:

4. Der freiwillige Austritt ist durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Beirat zu erklären und wird wirksam nach Ablauf des auf den Eingang des Antrages folgenden Monats.

5. Der Ausschluss kann durch Beschluss des Beirats aus wichtigem Grund erfolgen. Dem auszuschließenden Mitglied muss Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Der Beschluss ist schriftlich mitzuteilen.

        VI. Organe des Vereins
        1. Die Organe des Verein sind:
         

             a. Die Mitgliederversammlung

             b. Der Beirat

             c. Der Vorstand

         

         2. Die Vereinsämter sind grundsätzlich Ehrenämter

         

         3. Von den jeweiligen Vereinsorganen gefassten Beschlüsse sind

            schriftlich niederzulegen und von dem jeweiligen Versammlungsleiter

            und (oder) Protokollführer zu unterschreiben.

     

             

        VII. Die Mitgliederversammlung

        1. Die Mitgliederversammlung sollte möglichst innerhalb der ersten 3 Monate eines Geschäftsjahres, muss aber spätestens vor Ablauf des 6. Monats vom Vorstand einberufen werden. Die Mitgliederversammlung nimmt den Bericht über das Geschäftjahr entgegen.
        2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit vom Beirat einberufen werden. Er hat sie einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel oder 40 Mitglieder des Vereins dies verlangen. Der Antrag der Mitglieder muss schriftlich gestellt werden.
        3. Die Mitglieder sind zu einer Mitgliederversammlung schriftlich mit mindestens 3-wöchiger Frist zu laden. Die Frist gilt als gewahrt, wenn die Einladungen vier Wochen vor dem Versammlungstermin durch einfachen Brief an die vom einzelnen Mitglied zuletzt schriftlich bekanntgegebenen  Anschrift versandt worden ist.
        4. Mit der Einladung ist die Tagesordnung bekanntzugeben. Mit der Einladung zur ordentlichen Jahresversammlung soll zugleich bekanntgegeben werden, wo die Jahresabrechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr eingesehen werden kann. Anträge, die in der Mitgliederversammlung behandelt werden sollen, müssen mindestens zwei Wochen vor der Versammlung dem Beirat schriftlich zugegangen sein. Die Anträge werden in der Woche vor der Mitgliederversammlung in einem Mitteilungsblatt veröffentlicht.
        5. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde. Sie beschließt grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder. Den Vorsitz der Mitglieder-versammlung führt ein vom Beirat bestimmtes Mitglied des Vorstandes.
        6. Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit der Anzahl von zwei Dritteln der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder.
        7. Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind zu protokollieren und von den in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitgliedern des Vorstandes zu unterzeichnen.
        8. Die Mitgliederversammlung wählt einen oder mehrere fachkundige Kassenprüfer. Die Kassenprüfer werden auf zwei Jahre gewählt. Sie prüfen die Vereinsrechnung und berichten der Mitgliederversammlung. Kassenprüfer müssen nicht Vereinsmitglieder sein.
        9. Die Mitgliederversammlung erteilt dem Vorstand Entlastung.
        10. Die Mitgliederversammlung beschließt die Wahlordnung für die Wahl des Beirates.
         

        VIII. Beirat

        1. Im Beirat werden geistige Zielsetzungen und rechtlich – wirtschaftliche Erfordernisse durch Beratung in Einklang gebracht. Durch seine Tätigkeit wird die Grundlage erarbeitet, auf der der Vorstand seine Aufgaben selbständig durchführen kann. Dieser soll die Beratung mit dem Beirat in allen grundsätzlichen Entscheidungen suchen.
        2. Der Beirat  des Vereins besteht aus bis zu 13  Mitgliedern.
        3. Das Gesamtkollegium ist berechtigt, 3 Lehrer / Lehrerinnen und 2 Erzieher / Erzieherin in den Beirat zu delegieren.
        4. Die weiteren Mitglieder des Beirates werden von der Mitgliederversammlung gewählt. Das Wahlverfahren regelt die Wahlordnung.
        5. Die Amtszeit des Beirates beträgt drei Jahre. Sie endet, wenn ein neuer Beirat wirksam bestellt ist und das Amt übernommen hat.
        6. Scheidet ein gewähltes Mitglied des Beirates vorzeitig aus dem Beirat aus, so kann der Beirat für die restliche Amtsdauer ein neues Mitglied berufen. Ein berufenes Mitglied kann nicht Mitglied des Vorstandes werden. Scheidet ein delegiertes Mitglied aus, so ist das Gesamtkollegium berechtigt, neu zu delegieren.
        7. Der Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung.
         

        IX. Vorstand

        1. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jeweils zwei Mitglieder des Vorstandes sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
        2. Bei Gefahr im Verzug ist der Vorstand berechtigt eigenverantwortlich die ihm erforderlich erscheinenden Entscheidungen zu treffen. Diese Entscheidungen sind nachträglich vor dem Beirat zu begründen.
        3. Mindestens 3  Mitglieder des Beirates bilden den Vorstand. Dessen Mitglieder werden vom Beirat bestimmt. Der Vorstand handelt nach Maßgabe und im Sinne der Beratungen und Beschlüsse des Beirates. Mindestens ein Vertreter des Kollegiums soll Mitlied des Vorstandes sein.
        4. Ein Mitglied des Vorstandes scheidet dann aus, wenn es mit der Mehrheit der Stimmen des Beirates abgewählt wird und zugleich ein neues Mitglied mit der Mehrheit der Stimmen des Beirates gewählt ist und die Wahl angenommen hat.
        5. Der Vorstand kann einen Geschäftsführer bestimmen.
        6. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung enthält eine Geschäftsverteilungsplan, in dem auch Aufgaben und Vertretungsvollmacht des Geschäftsführers beschrieben werden.
         

         

        X. Einkünfte des Vereins

        Die Mittel zur Erfüllung des Vereinszwecks werden durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Zuschüsse aufgebracht. Die Mitgliederversammlung beschließt die Höhe eines Mindestbeitrages (Pflichtbeiträge). Der Vorstand gibt den Mitgliedern nach Erwägung der wirtschaftlichen Lage einen Beitragssatz an. Dieser Beitragssatz wird regelmäßig den wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst.

         

        XI. Auflösung des Vereins

               Der Verein kann in einer Mitgliederversammlung nur durch einstimmigen Beschluss der erschienenen Mitglieder        

               aufgelöst werden .

         

        XII. Vermögen

        1. Bei Auflösung des Vereins fällt das Vereinsvermögen an den „Bund der Freien Waldorfschulen e.V.“, Stuttgart, oder an dessen gemeinnützige Nachfolgeorganisation. Diese haben es unmittelbar für gemeinnützige oder mildtätige Zwecke zu verwenden.
        2. Beschlüsse über künftige Verwendungen des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung der Finanz- und Aufsichtsbehörden durchgeführt werden.
         

        XIII. Schlussbestimmungen

        1. Die vorliegende Satzung soll zu gegebener Zeit den Erfordernissen der Entwicklung des Vereinslebens und den in § 2 angestrebten Zielen angepasst werden.
        2. Der Beirat ist ermächtigt, Satzungsänderungen, die vom Registergericht oder von einer Verwaltungsbehörde angeregt werden, und die die Grundlage dieser Satzung nicht berühren, allein zu beschließen und durchzuführen. Diese Änderungen bedürfen der Zustimmung durch die Mitgliederversammlung.
        3. Diese Satzung wurde in der Gründungsversammlung des Vereins am 11.12.1976 einstimmig beschlossen und am 02. März 1979, am 08. Juni 1983, am 05. April 1984 , am 18. November 1997 geändert und am 25.01.2011 geändert .
        4. Die Eintragung in das Vereinregister beim Amtsgericht Trier erfolgte unter Nr. 1574 A am 07. Januar 1977.
        5. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgte erstmals durch Bescheid des Finanzamtes Trier vom 19.01.1977 (Aktenzeichen II/3 GEM L.Nr. 150) und zuletzt mit Bescheid vom 19.04.1995 (GEM Nr. 42.929 II/3)

         

        Wahlordnung für die Wahl zum Beirat

         

        Kandidaturen sind schriftlich bis spätestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand einzureichen. Jedes ordentliche Mitglied ist vorschlagsberechtigt. Eigenkandidaturen sind möglich.

        Der Vorschlag muss den Namen des Bewerbers und seine Einverständniserklärung enthalten.

        Zur Vorbereitung der Wahl kann sich ein Wahlgremium bilden. In diesem Gremium sollen jeweils 2 Vertreter der Elternschaft der Schule, der Elternschaft des Kindergartens, des Beirates, des Schulkollegiums und 1 Mitglied des Kindergartenkollegiums vertreten sein. Dieses Gremium konstituiert sich auf Wunsch eines der entsendenden Organe. Das Gremium sammelt die Kandidaturen und erarbeitet einen Wahlvorschlag. Alle Kandidaturen stehen zur Wahl und werden den Mitgliedern  eine Woche vor der Mitgliederversammlung bekanntgegeben.

        Tritt das Gremium nicht zusammen, obliegt die Annahme und Bekanntgabe der Kandidaturen dem Vorstand.

        Jeder Kandidat erhält die Möglichkeit, sich der Mitgliederversammlung persönlich vorzustellen.

        Stimmberechtigt sind nur die erschienenen Mitglieder.

        Der Mitgliederversammlung werden vorbereitete Stimmzettel mit den Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge ausgehändigt.

        Jedes Mitglied hat so viele Stimmen, wie Beiratsmitglieder zu wählen sind.

        Pro Kandidat kann nur eine Stimme abgegeben werden. Blockwahl ist nicht vorgesehen.

        Die Wahl ist geheim, es sei denn, die Mitgliederversammlung beschließt einstimmig offene Abstimmung.

        Gewählt sind die Kandidaten, die die meisten Stimmen, jedoch mindestens 20% der stimmberechtigten Stimmen erhalten haben.

        Wird die Mindestzahl für den Vorstand nicht erreicht, findet auf einer erneut einzuberufenen Mitgliederversammlung eine weitere Wahl statt. Sollten nicht genügend Kandidaten gewählt werden, kann nach Vill (6) (vorzeitiges Ausscheiden) verfahren werden.